Schnell an großes Geld gelangen - dieser Wunsch verbirgt sich hinter dem Glücksspiel. Internationale Webseiten umgehen das Glücksspiel-Verbot in der Türkei und die Betreiber von Internetcafés profitieren gleich doppelt von der Spielsucht ihrer Kunden. Dass die Webseiten nur "getürkt" sind, wissen die Wenigsten.
Wie die Tageszeitung Zaman berichtet, untergraben ausländische Glücksspiel-Internetseiten die strenge Haltung der Türkei gegenüber dem Glücksspiel. Der Meldung zufolge haben Untersuchungen der Polizei ergeben, dass rund 500.000 Menschen ungefähr 400 verschiedene Glücksspiel-Seiten im Internet benutzen. Das überraschende an den Ermittlungsergebnissen der Polizei ist, dass – entgegen der Erwartungen – das Glücksspiel über das Internet besonders in den konservativeren Provinzen im Südosten und Osten des Landes verbreitet ist.
Auch kam heraus, dass die Betreiber der Internetseiten bestimmt Verträge mit den Internetcafé-Betreibern ausgehandelt haben. Die Server der von der Polizei ermittelten Webseiten befinden sich in Zypern, den Niederlanden oder England. Viele der Benutzer dieser Seiten sind sich nicht im Klaren darüber, dass die Betreiber jederzeit Kontrolle über den Spielverlauf haben und ihn steuern können.
http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2012/02/378560/illegales-gluecksspiel-500-000-tuerken-setzen-ihr-geld-bei-auslaendischen-webseiten-ein/