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Autor Thema: Eigentlich nichts Besonderes, in der Türkei Forelle zu essen ...,  (Gelesen 478 mal)
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Dev
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Anladımsa arap olayım!


« am: Mo, 01 März 2010 - 10:30:05 Uhr »

... doch wer in der Gegend um Kalkan is(s)t, der sollte mal einen Abend in die Berge nach Islamlar fahren.

Dazu fährt man - von Kalkan aus gesehen - Richtung Westen (Yesilköy, Patara, Fethiye). Noch vor Yesilköy geht es in dem Marktflecken Akbel rechts ab. Von da ist es ein ganzes Stück, zuweilen über eine Marterstrecke, aber, zumal kurz vor Sonnenuntergang, durch eine herrliche Gegend. Irgendwann geht es links Richtung Üzümlü - da weiter rechts Richtung Islamlar.
Wichtig: Auf der Strecke sind schon einige größere Alabalik-Restaurants, die ignorieren ... Die letzten Meter sind etwas schwer zu beschreiben. Entweder fährt man bis ins Dorf, parkt bei der Moschee und geht die paar Meter wieder runter bis zum "Restaurant" Üç Kardesler (ich krieg hier die Sonderzeichen nicht hin). Man kann auch kurz vor dem Ort abbiegen (wenn man links die Friedhofsmauer sieht, ist man gerade ein Stück zu weit, zur Not fragen).

Man kann entweder auf der Terrasse sitzen, unter der der Bach hindurchgeführt wird, (im Frühjahr manchmal etwas frisch, im Sommer höchst angenehm) oder nebenan unter einer Weinlaube.

Natürlich werden die Forellen direkt frisch gefangen, die Sensation sind aber die Salate etc. Keine große Meze-Platte, sondern handgeschnitzte Pommes Frites, überbackener Schafskäse etc. etc. - alles, was der eigene Garten hergibt.
Die Preise sind so günstig, dass man ruhig "komplett" bestellen kann, auch, wenn man ein paar Leute einladen will, braucht man sich über die Zeche keine Sorgen zu machen.
Das Sahnehäubchen ist zudem der Blick bis zum Meer - ich habe da schon Stunden verträumt ...

Während man auf's Essen wartet, kann man noch durch's Dorf schlendern, manchmal ist die alte, noch in Betrieb befindliche Wassermühle zugänglich.
Wer im Frühjahr dort rauffährt, sollte sich eine warme Jacke mitnehmen (liegt recht hoch, dazu das fließende Wasser).

Wer kein eigenes Fahrzeug hat, der kann sich ein Taxi nehmen; für's Warten kann man den Taxifahrer einladen. Häufig ist es für die eh eine gute Abwechslung, essen dann sowieso da, viele füllen auch große Wasserkanister, denn das Quellwasser dort eignet sich bestens für Tee.

Bei allem guten Essen, das ich in der Türkei schon genossen habe, zählt das "Üc Kardesler" zu meinen drei Favoriten.

Afiyet olsun!

Dev
« Letzte Änderung: Do, 06 Oktober 2011 - 14:45:42 Uhr von Dev » Gespeichert

„Die Romantik des Reisen ist das Mannigfache der Eindrücke, das beständige heitere oder bängliche Warten auf Überraschungen,
vor allem aber das Köstliche des Verkehres mit Menschen, die uns neu und fremd sind.“ – Hermann Hesse
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